Krampfadern verstehen: Arten, Symptome, Behandlungsoptionen

Was sind Krampfadern?

Krampfadern (Varizen) sind erweiterte, verdrehte Venen. Diese Venen befinden sich normalerweise in der Hautoberfläche und können als Ausbuchtungen oder Stränge gesehen werden. Da Venen im gesamten Körper das Blut in Richtung des Herzens zurückführen, existieren auch weniger bekannte Varizen-Erkrankungen. So können Krampfadern zum Beispiel auch in der Speiseröhre auftreten und hier lebensbedrohliche Blutungen verursachen. Dabei handelt es sich um einen ernsthaften Notfall, den wir in diesem Artikel nicht näher behandeln.

Krampfadern in den Beinen sind eine sehr häufige Erkrankung, die viele Menschen betrifft. Es wird geschätzt, dass mindestens ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland an dieser Erkrankung leidet, und sie ist bei Menschen über 50 Jahren noch häufiger.

Was sind die Ursachen von Krampfadern?

Krampfadern werden durch eine Vielzahl von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Genetik und Lebensstil verursacht. Die Hauptrolle spielen hierbei Genetik und Alter.

Krampfadern treten bei Frauen häufiger auf als bei Männern, was sowohl in der Physiologie als auch in den geschlechterspezifischen Verhaltensweisen liegen mag. Frauen tragen andere Schuhe, üben häufig andere (stehintensive als auch sitzende) Berufe aus und unterscheiden sich in Stoffwechsel und Kreislauf.

Arten und Symptome von Krampfadern an den Beinen

Krampfadern sind eine Erkrankung, bei der Venen im Bein vergrößert und verdreht werden. Dies wird durch eine schlechte Durchblutung verursacht, die auch zu Flüssigkeitsansammlungen und Schwellungen führen kann. Die Venen sind durch die Haut sichtbar und können sich bei Berührung empfindlich oder wund anfühlen.

Sie sind häufiger bei Personen mit familiärer Neigung zu Krampfadern, bei älteren Menschen, schwangeren Frauen, Menschen, die den ganzen Tag über längere Zeit stehen, und solchen, die zuvor eine Verletzung oder Operation an der unteren Extremität hatten.

Warnvenen

Bestehen andere Venenleiden, zum Beispiel eine tiefe Beinvenenthrombose, so sind Krampfadern ein regelmäßiges Symptom. Denn hoher Blutdruck und schlechte Durchblutung im Bereich der Venen führen zur Vergrößerung von Nebenvenen. Treten Krampfadern plötzlich oder vermehrt auf, dann ist dies gelegentlich ein Indiz für ein tieferliegendes Leiden. Solche Krampfadern werden daher auch als Warnvenen bezeichnet.

Besenreiser

Eine weitere, häufige Form von Krampfadern ist der Besenreiser. „Reiser“ ist Altdeutsch für feine Zweige. Darunter versteht der Arzt kleine, fein verzweigte Oberflächenvenen, die häufig im Bereich von Unterschenkel, am Fußgelenk und am Fuß auftreten. Hierbei handelt es sich meist um eine harmlose Venenschwäche, die vor allem in der zweiten Lebenshälfte auffällt und selten einer ärztlichen Abklärung bedarf. Allerdings ist auch der Besenreiser ein Hinweis auf eine Prädisposition zu Venenschwäche oder Durchblutungsstörungen.

Behandlung von Krampfadern mit Kompressionsverbänden

Krampfadern können in den Beinen und anderen Körperteilen gefunden werden. Sie werden normalerweise durch eine Kombination von Faktoren verursacht, darunter Genetik, Schwangerschaft, Gewichtszunahme und langes Sitzen und langes Stehen. Wer solche Risikofaktoren bei sich erkennt, kann den Verlauf seines Leidens durch den Einsatz von Kompressionsstrümpfen und (im akuten Fall) mit Kompressionsverbänden abmildern.

Die Behandlung von Krampfadern mit Kompressionsverbänden ist eine Technik, die seit einigen Jahren empfohlen wird. Dabei wird das Bein mit einer elastischen Bandage oder einem Strumpf komprimiert, um das Blut zurück zum Herzen zu drücken. Die Kompressionsstrümpfe können im Schlaf, auf Reisen, bei langem Stehen bei der Arbeit oder den ganzen Tag getragen werden.

Die elastische Binde kommt vor allem zum Einsatz, wenn die Gliedmaßen stark geschwollen sind oder die Haut offene Wunden hat. Sobald solche akuten Beschwerden abgeklungen sind, wechselt die Therapie hinüber zu normierten Kompressionsstrümpfen aus dem Fachhandel.

Helfen Kompressionsstrümpfe gegen Krampfadern?

Kompression hilft, die Entwicklung von Krampfadern zu hemmen und die Durchblutung und Entgiftung der Beine zu verbessern. Eine Heilung oder eine wesentliche Reduktion der vorhandenen Krampfadern können Kompressionsstrümpfe nicht leisten.

Es ist daher für Menschen mit Risikofaktoren wichtig, rechtzeitig und regelmäßig Kompressionsstrümpfe zu nutzen.

Krampfadern an den Beinen entfernen

Krampfadern sind eine häufige Erkrankung, die die Venen in den Beinen betrifft. Der Zustand wird normalerweise durch eine schlechte Durchblutung verursacht, die auf eine Reihe von Gründen wie Schwangerschaft, genetische Veranlagung, Alter oder langes Stehen zurückzuführen sein kann.

Sie können operativ behandelt werden, zum Beispiel indem sie entweder gestrippt werden. Der Ablauf der Krampfaderoperation hängt davon ab, welche Art von Krampfader Sie haben und wie stark sie ist. Beim Krampfader-Stripping wird die betreffende Vene an zwei Enden abgetrennt und danach mittels eines Drahtes herausgezogen. Man spricht darum auch vom „Ziehen“ einer Krampfader.

Moderne Krampfadertherapien basieren auf der Verödung der krankhaften Vene. Hierbei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, die alle darauf abzielen, die Krampfader zu verschließen und sie dadurch absterben zu lassen. Erreicht wird dies entweder durch Injektion, Wärme oder Bestrahlungen mit Laserlicht oder elektromagnetischer Strahlung.

In allen Fällen der operativen Behandlung erfolgt in der Regel wiederum die Kompressionstherapie wie oben bereits beschrieben, um die Heilung und das Ergebnis der Krampfader-OP zu verbessern.

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