Vitamin A – Funktion, Bedarf, Mangel und Überdosierung

Was ist Vitamin A?

Vitamin A bezeichnet eine Gruppe von Verbindungen, die für uns und alle anderen Wirbeltiere lebensnotwendig sind. Die wichtigste dieser Verbindungen ist Retinol. Dazu zählen aber auch eng mit dem Retinol verwandte chemische Verbindungen, die als Retinoide zusammengefasst werden. Diese finden sich in tierischen Lebensmitteln.

Aber auch in pflanzlichen Lebensmitteln findet sich Vitamin A, und zwar in Form von Carotinen. Diese kann der Körper allerdings nicht direkt aufnehmen, sie werden erst zu Retinoiden umgewandelt.

Welche Funktion erfüllt Vitamin A im Körper?

Vitamin A ist sehr wichtig für den Sehvorgang. Hier hilft es uns besonders in der Nacht beim Unterscheiden von und Hell und Dunkel.

Es spielt auch eine wichtige Rolle bei der Fortpflanzung und der Entwicklung des Embryos, wo es vor allem die Entwicklung und Reifung der Lunge unterstützt.

Auch das Immunsystem benötigt Vitamin A zur Bildung von Immunzellen. Außerdem wird das Vitamin für das gesunde Wachstum von Zellen und Geweben benötigt.

Wer hat erhöhten Vitamin-A-Bedarf?

Schwangere ab dem 4. Monat haben einen erhöhten Vitamin A-Bedarf und sollten auf eine erhöhte Zufuhr achten. Aber auch beim Stillen ist der Bedarf erhöht, da das Vitamin für die Embryonalentwicklung aber auch ein gesundes Wachstum benötigt wird.

Eine zu hohe Zufuhr kann auch schädlich für den Embryo sein, vor allem im ersten Trimester wird von einer Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel abgeraten. So sollte zum Beispiel auch darauf geachtet werden keine oder nicht zu viel Leber zu essen.

Auch bei Kindern sollte auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Vitamin A-Zufuhr geachtet werden, da das Vitamin sehr wichtig für den Wachstum ist.

Wie äußert sich Vitamin-A-Mangel?

Symptome eines Vitamin A-Mangels sind unter anderem Sehstörungen. Diese können unterschiedlich ausgeprägt sein, zum Beispiel als Nachtblindheit, eine Verringerung der Sehstärke, Lichtempfindlichkeit oder trockene Augen.

Aber es gibt noch viele andere Symptome wie zum Beispiel: erhöhte Infektionsanfälligkeit, Haarausfall, Müdigkeit und Wachstumsstörungen wie z. B. Störungen des Knochenwachstums im Kindesalter. Außerdem erhöhtes Krebsrisiko in Organen mit Schleimhäuten, erhöhtes Risiko für Nierensteine.

Ursachen für einen Mangel an Vitamin A

Ein Vitamin A-Mangel kann verschiedene Ursachen haben. Am häufigsten kommt es durch eine unausgewogene Ernährung, und somit eine zu geringe Zufuhr, zu einem Mangel.

Aber es kann auch aufgrund von Magen-Darm-Erkrankungen zu einer erschwerten Aufnahme kommen. Bei einem erhöhten Alkoholkonsum ist der Körper nicht mehr in der Lage genug Vitamin A zu speichern. Und wie schon oben erwähnt kann es in der Schwangerschaft leicht zu einem Mangel kommen.

Lebensmittel, die viel Vitamin A enthalten

Am meisten Vitamin A befindet sich in der Leber, da es von uns und auch allen anderen Wirbeltieren dort gespeichert wird. Weitere tierische Produkte mit viel Vitamin A sind: Eier, Milchprodukte, vor allem Butter und Sahne, und Fische, besonders Aal und Thunfisch.

Bei dem Obst und Gemüse findet sich besonders viel Vitamin A in Karotte, Wirsing und Spinat. Aber auch Grünkohl und Aprikosen haben einen hohen Gehalt. Außerdem sind die Kräuter Petersilie und Dill ganz oben mit dabei.

Wechselwirkungen mit anderen Nährstoffen und Medikamenten

Es sind keine schwerwiegenden Wechselwirkungen mit Medikamenten oder anderen Nährstoffen bekannt. Aber besprechen Sie trotzdem jede Einnahme von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln mit ihrem Arzt

Überdosierung von Vitamin A

Zu einer Überdosierung durch eine ausgewogene Ernährung kann es nicht kommen. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel, in Form von Tabletten oder Kapseln, sollte in jedem Fall mit einem Arzt abgesprochen werden, da es hier leicht zu einer zu hohen Einnahme kommen kann. Sowohl bei Kinderwunsch als auch in den ersten Monaten einer Schwangerschaft sollte hierauf komplett verzichtet werden.

Die Symptome können Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sein. Bei einer längeren Überdosierung kommt es unter anderem zu Schlafstörungen, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit, trockener Haut und trockenen Schleimhäuten und Haarausfall.

Hinweis zu Gesundheitsthemen

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